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Posts tagged: Web 2.0

„Vernetzung“, Kommunikation und Workflow

15. März 2012, by daspi No comments yet

„Vernetzung“ ist ein schönes buzzword und für mich macht das eine digitale Präsenz unumgänglich. Wenn ich Anschluss einen fachlichen Diskurs suche, muss ich signalisieren, dass ich Interesse daran habe, muss Kommunikations- und damit Lernbereitschaft signalisieren und das tue ich nicht, indem ich mir denke „Das Netz ist Spielerei und klaut mir nur meine Zeit und deswegen nutze ich nur E-Mails, die ich einmal am Tag checke.“

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#change11 Woche 15 – Einführung in grundlegende Social Media Literacies

12. Januar 2012, by daspi 1 comment

Der Change11-MOOC befindet sich bereits in der 15. Woche. Gerne hätte ich mehr Zeit damit zugebracht, dass es aber anders kommen würde, hatte ich von Anfang an befürchtet. Mir war aber vor einigen Monaten auch schon klar, dass ich eine Session mit Sicherheit nicht verpassen würde – die von Howard Rheingold nämlich. Wie so oft fand ich in seinen Worten wieder einmal viel Nützliches. Read more →

Schreibzentren – digital, vernetzt und offen?

15. Dezember 2011, by daspi 2 comments

Eine wichtige Lektion im Jahr 2011 war für mich die Erkenntnis, dass digitales, vernetztes und offenes Arbeiten für viele Leute anscheinend ganz hervorragend funktioniert. Personal anderer Hochschulen setzt bereits (von außen betrachtet und in Übereinstimmung mit diversen Berichten im Web 2.0) sehr erfolgreich auf digital scholarship. Read more →

Aufmerksamkeit und Multitasking

4. Dezember 2011, by daspi No comments yet

In einem Interview spricht +Howard Rheingold mit der Autorin +Cathy Davidson darüber, wie wir unsere Aufmerksamkeit einsetzen. Die aus meiner Perspektive wichtigsten Aussagen halte ich hier kurz fest. Read more →

#Change11: Teilnahme an einem Massive Open Online Course (MOOC)

14. September 2011, by daspi 4 comments

Die Inspiration für den folgenden Beitrag liefert ein Artikel von George Siemens.

Die Eingangsphase eines MOOC kann spannend und verwirrend zugleich sein. Wenn man sich zum ersten Mal auf den Seiten des MOOCs einfindet, orientiert man sich erstmal, liest die Beschreibungen der Organisatoren und meist steht auch schon einiges an ergänzenden, multimedialen Materialien zur Begutachtung bereit. So ist es auch beim #Change11, der  in der kommenden Woche (richtig) starten und bis Ende Mai 2012 laufen wird.

Viele MOOC-Newbies treten mit jener (Weiterbildungs-)Brille an die Sache heran, die sie aus anderen (meist institutionellen) Lernsituationen gewohnt sind. Wer schon ein bisschen Erfahrung im e-learning gesammelt hat, wird sich vielleicht fragen, wo die übliche Dateiengruft liegt, wo gibt’s (vielleicht gar moderierte?) Foren zur Diskussion, wo ist die Liste der zu erfüllenden Aufgaben, für die man sich Häkchen zu erarbeiten hat, wie reicht man seine erledigten Aufgaben ein und welcher Maßstab wird bei der Evaluation an die eigenen Beiträge angelegt? Wer mit diesen Vorstellungen an einen MOOC herantritt, mag zunächst mit einiger Verwirrung zu kämpfen haben, den MOOCs laufen etwas anders.

Vermutlich muss man „vom Typ her“ zum MOOC-Konzept passen: Lerner, die sich gerne an didaktisch aufbereiteten Materialien, klaren Frage- und Aufgabenstellungen und eindeutigen, zuverlässigen Rückmeldungen orientieren, könnten eventuell unzufrieden sein, denn MOOCs leben in viel höherem Maße von der aktiven Teilnahme der Lernenden. Zwar liefern die Organisatoren in der Tat auch Materialien, diese aber verstehen sich wirklich nur als Grillanzünder für Oberklassefahrzeuge einen dynamischen Austausch der Teilnehmer untereinander. Dabei setzen die Lerner jeweils ihre eigenen Schwerpunkte und Prioritäten, bringen ihre eigenen Anliegen, Kontexte und Erkenntnisinteressen ein und steuern somit den Verlauf des Kurses in weit höherem Maße, als es beim mittlerweile wohl schon als „traditionell“ zu bezeichnendem e-learning der Fall ist.

Für die aktive Partizipation steht die Wahl der Mittel den Teilnehmern im Grunde frei, wobei sich allerdings einige Werkzeuge bewährt zu haben scheinen. Zu nennen wären da wohl in erster Linie das eigene Blog, in dem man den Kursverlauf rekapitulieren und reflektieren, aber darüber hinaus bei Bedarf auch eigene Gesichtspunkte in die Diskussion einbringen kann. Beworben werden diese Beiträge dann in erster Linie wohl über Twitter, dem zweiten zu nennenden Werkzeug. Twitter ist der Kanal, in dem die Vielzahl der Beiträge zusammenläuft. Es werden Links geteilt und (im auf 140 Zeichen begrenzten Rahmen) auch anderweitig kommuniziert. Ein „Hashtag“ ordnet die einzelnen Beiträge dem jeweiligen Lernereignis zu, im Falle des Change 11-MOOC ist dies #change11. It ain’t rocket sience, is it ?!

Für die Organisatoren heißt ein MOOC im Vergleich zum e-learning natürlich in erster Linie Abgabe der Kontrolle an die Lerner – mit allen Konsequenzen. So nimmt der Kurs mitunter einen Verlauf, den die Ausrichter sich so nicht vorgestellt hatten. Als Trainer im e-learning hätte ich da jetzt sofort Angst, die Sache könnte an der Wand enden (keiner kommuniziert, niemand trägt was bei, alle haben eine Bedien-mich-Haltung und erwarten, dass ich als Trainer den digitalen Hampelmann mache, oder Leute sind nur dabei weil der Chef es so will oder weil man mit dem Zertifikat am Ende Lebenslaufkosmetik zu betreiben beabsichtigt). Nach den beschränkten Erfahrungen, die ich bisher mit dem Format MOOC gemacht habe, drängt sich mir diese Befürchtung aber nicht auf, was vermutlich an dem Aspekt der Offenheit liegt: an einem MOOC nehmen Leute teil, die Spaß am selbstgesteuerten Lernen haben, Leute, die sich gerade durch die Freiheit angesprochen fühlen, ihre eigenen Fragen zu stellen und Ziele zu setzen, Leute, die nicht angewiesen sind auf die institutionell legitimierte, leitende Hand, Leute, die sich lieber eigenverantwortlich in Grüppchen zusammen in verschiedene Gummiboote setzen, um darin dann auf dem gleichen Wildwasser zu reiten.

Als vermutlich etwas sachlichere Umschreibung dieses Bildes erwähnt George Siemens im oben erwähnten Artikel das Bild vom MOOC als Netzwerk, welches ja auch in dem vielzitierten youtube-Video zur Frage “What is a MOOC?” beschrieben wird. Innerhalb dieses Netzwerkes machen es sich die Organisatoren zur Aufgabe, die (bisweilen beeindruckend zahlreichen und qualitativ sicherlich heterogenen) Beiträge der Teilnehmer zu aggregieren und eine zentrale Anlaufstelle anzubieten, an der sich das kooperativ konstruierte Wissen versammelt. Die Aufgabe der Ausrichter ist also nicht mehr die diadaktische Aufbereitung von Materialien oder die Moderation von Kommunikation (letzteres zumindest nicht primär, bei synchronen Kommunikationsereignissen verbietet sich das natürlich nicht – ganz im Gegenteil…), sondern eher die Organisation des Austauschs. Dabei läuft nicht alle Kommunikation zwangsweise und ausschließlich über den Zentralknoten – da MOOCs ein konnektivistisches Paradigma für sich beanspruchen, werden natürlich auch zwischen den einzelnen Teilnehmern fleißig Fäden gesponnen  – etwa durch Blog-Kommentare, Tweets und Re-Tweets usw.

Gerade wenn ein offener Online-Kurs wirklich auch “Massive” ist (und im Falle des #Change11 wären dies derzeit 1300 registrierte Teilnehmer) und unter den Teilnehmern viele eifrige Produzenten sind, kann so ein Kurs brummen wie ein Bienenstock.

Gerade Lerner, die durch ihre eigene Produktivität lernen, können vom MOOC profitieren. (Schreiber des gleichen Typs beschreibt Bräuer (2009:22) als Adaptierer und Strukturschaffer, die mit einer bottom-up-Strategie an das Schreiben heran treten: solche Schreiber schreiben gleich mal frei von der Leber weg drauf los, statt erst großartig Pläne des Zieltextes zu entwerfen. Struktur entsteht für solche Schreiber durch die Aktivität – also Schreiben – und vorzugsweise durch trail and error.)  Lerner hingegen, die sich lieber an Vorgaben halten und solche, die sich in geschlossenen Lernumgebungen beim Tutor über ein “Zuviel” beklagen, weil ein Diskussionsfaden im Forum mal an die 50 Antworten provoziert hat, werden vermutlich nicht glücklich werden. (Beim #Change11 gibt es gar einen “daily newsletter” – da hätte ich in anderen Kursen die Leute lauthals protestieren gehört.)
Doch das heißt nicht, dass die, die gerne im MOOC lernen wirklich alles zu rezipieren hätten, was der Kurs an Material zu Tage fördert. Wie oben erwähnt wird beispielsweise Twitter gern für den Austausch von Links verwendet, für das Aufmerksam machen anderer Teilnehmer auf meist interessantes, nicht immer aber auch relevantes Material. Hier liegt es dann in der Verantwortung eines jeden selbst, Prioritäten und Grenzen zu setzen. Das ungute Gefühl, man könne etwas verpasst haben, muss man anfangs aushalten. Es kann aber nach einiger Zeit auch genau dieses Gefühl für die Beschränktheit der eigenen Perspektive und die Dimensionen des beackerten Feldes sein, das zu weiteren (vielleicht ja gar “lebenslangen”?) Lernaktivitäten anregt, zu einer tieferen Identifikation mit den Lerninhalten und einer höheren Befriedigung, gezogen aus dem eigenen Lernhandeln.

Rosinenpickerei – die ich in ihrem englischsprachigen Äquivalent übrigens für weitaus appetitlicher halte (*dingdingding* Birkenbihl-Bonuspoints für angewandte direkte Übersetzung) – ist also nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht und auch notwendig.

Die Organisatoren des #Change11 stellen von Anfang an klar, dass auch eine nur gelegentliche Teilnahme am MOOC absolut legitim ist – Anwesenheitspflicht gibt es keine. Nicht nur kann man entscheiden, was man liest und was nicht, welchem Link man folgt und welchem nicht, an welchem Hangout man sich beteiligt und an welchem nicht, sondern auch das Ignorieren ganzer Themenwochen ist im MOOC in Ordnung, wenn die eigenen Prioritäten anders liegen. Und das, so dünkt mir, wird bei mir gelegentlich der Fall sein und irgendwann wird auch nebenbei noch genug zu tun sein, um auch ohne #Change11 keine Langeweile zu haben (WS vorbereiten, WS durchführen, Weiterbildung, DGFF, #ecbi11 – geh ich nu hin oder nicht, Campus Innovation, gelegentliche Webinare und Kolloquia… ihr kennt das ja).

Ein weiterer Vorteil kann sein, dass im MOOC Gruppendynamiken entstehen können, die Leute mit ähnlichen inhaltlichen Interessen und Haltungen verbindet, unabhängig von deren raumzeitlicher Präsenz. Wenn mich am Kursthema besonders der (vielleicht etwas spezielle) Aspekt XY interessiert, finde ich im MOOC nicht selten Leute, die sich entweder gerade mit denselben Fragen beschäftigen oder sich vielleicht schon damit beschäftigt haben und die sind es dann, die meine Rezeption und Produktion beeinflussen, währen die Beiträge anderer Teilnehmer ihrerseits von anderen Mitlernern aufgegriffen und diskutiert werden. Lernergruppen können sich beim MOOC also primär aufgrund (mitunter auch recht partikularer) inhaltlicher Interessen und Anliegen bilden und nicht, weil eben zufällig mal alle im Grunde wahllos zusammengewürfelten Teilnehmer, zur gleichen Zeit am gleichen Ort, an der gleichen Institution denselben Kurs belegen. Zu diesem Zwecke wird man beim #Change11 “sub-groups” einrichten, denen man sich anschließen kann – eine deutschsprachige Teilnehmergruppe scheint da doch besipielsweise sinnvoll. Darüber hinaus wachsen bei einem MOOC natürlich auch informelle “Einsatzgruppen”, die keines Eingreifens seitens der Organisatoren bedürfen. Ich würde meinen, dass in solchen Lernergruppen eine ganz andere Art von social bonding vorliegt, als in herkömmlichen Kursen.

Im Zusammenhang mit #change11 interessieren mich v.a. Fragen wie die folgenden (Aufzählung nicht geschlossen):

  • Was macht Mehrsprachigkeit mit dem Lernerlebnis – ist sie ein zusätzlicher Aufwand, wie dieser Tweet nahelegt, oder lässt sie sich produktiv nutzen? Ich wäre wirklich ausgesprochen interessiert an Meinungen und Erfahrungen hierzu.
  • Sind MOOCs nur für ohnehin lernaffine Lerner geeignet? Wie können auch weniger Motiverte und Social Media-Abstinenzler von dem Format profitieren?
  • In welchen Formen lässt sich die universitäre Lehre mit MOOC-Elementen bereichern?
  • Und natürlich immer latent Fragen aus der Literacy Management-Perspektive… MOOCs und Schriftsprachenerwerb? MOOCs und Wissensmanagement? etc. pp.

So, und abschließend noch die wie ich finde sehr hilfreichen neun Punkt von George Siemens zur Teilnahme an einem MOOC, die ich mir im Folgenden nicht selbst ausdenke, sondern lediglich (unverschämt frei) aus dem Englischen übertrage:

1. Eigene Ziele setzen. Wann erachtet man selbst die Teilnahme am MOOC als “erfolgreich”?

2. Selbstdefinition. Wer bin ich, was interessiert mich, wo findet man mich (Nutzernamen für diverse social media tools)?

3. Zeitmanagement. Wieviel Zeit kann ich täglich erübrigen? (Ein MOOC saugt einen gerne auf wie Muttis Kobold von Vorwerk…)

4. Netzwerken. Wer ist noch unterwegs? Das Interessante ist: bei aller Selbstbestimmung ist genau dies der kritische Punkt am MOOCen…

5. Wissensorganisation. Wie gesagt: es droht der Information Overload. Was sind meine Strategien und Werkzeuge, um dem Herr zu werden? Finde ich persönlich einen sehr interessanten Punkt. George Siemens Beispiel findet sich hier.

6. Beitragen und teilen. Bloggen, twittern, audiobooen, youtuben, mindmeistern,  diigoen, wikien, flickrn, etherpaden, facebooken, g+en, hangouten, stumbleuponen, ustreamen,  scribden, slidesharen, googlegroupsen – you name it, you do it. Im MOOC werden sich Leute mit unterschiedlicher Erfahrung als autonome Lerner einfinden. Einige betreiben das seit Jahren, andere werden gerade erst damit anfangen. Jeder teilt das, was er gerade hat, jeder bringt sich dort ein, wo er gerade steht und er wird in den meisten Fällen feststellen, dass, wo es einem gefällt, sich alsbald auch andere einfinden.

7. Fehlendes ergänzen. Deren MOOC ist dein MOOC.

8. Erwartungshaltung überdenken. It’s not size that matters. Gerade George Siemens weiß, wovon er spricht und einigen Lesern werden auch die Erfahrungen von Christian Spannagel bestens bekannt sein. Der Punkt ist: man braucht kein großes Netzwerk, man braucht ein funktionierendes Netzwerk. Man braucht nicht viele Kommentare zu einem Beitrag, man braucht gute Kommentare. Bis zum Gefühl der inneren Taubheit Facebook-Freunde adden war gestern. Heute sind wir schlauer und ab heute wird gelernt.

9. Ausdauer. Der Prüfstein soll sein: drei Monate lang täglich twittern, ein Blog-Post pro Woche (die nehmen um einiges mehr Zeit in Anspruch als ein Tweet oder ein Beitrag auf G+…) und drei Kommentare zu Blogbeiträgen anderer. Und das drei Monate lang ernst nehmen. Wir werden ja sehen, was dabei raus kommt.

Literatur:
Bräuer, Gerd (Hg.) (2009): Scriptorium. Ways of interacting with Writers and readers ; a professional development program . 1. Aufl. Freiburg, Br: Fillibach-Verl.

Prof. Spannagel: “Persönlichkeitsentwicklung im Web 2.0″

7. September 2011, by daspi No comments yet

Vortrag von Prof. Dr. Spannagel (PU Heidelberg): Persönlichkeitsentwicklung im Web 2.0 – E-Learning zwischen Todsünde und Tugend?

Als Kompetenzen gelten landläufig: Sozialkompetenz (Kooperation, Entwicklung), Methodenkompetenz, Fachkompetenz usw., Personalkompetenz wird oft weniger beachtet

Spannagel berichtet über seine persönlichen Erfahrungen, er hält keinen wissenschaftlichen Vortrag.

Spannagels Erstkontakt mit Blogs und Wikis  fand in den Jahren 2006/2007 statt. In seinem Weblog sammelte er zunächst eigene Erfahrungen, bevor er es in der Lehre einsetzte. 2008 fand das erste EduCamp in Ilmenau statt, im Rahmen dessen (seitdem jährlich) der Nutzen des Web 2.0 in der Lehre diskutiert wird.

Web 2.0-Kommunikation erfordert niedrige Reaktionszeiten, um Konversationen am Laufen zu halten.

Spannagel nutzt Wikiversity, um seine Arbeitsprozesse öffentlich zu machen. Ein möglicher Mehrwert ist dabei das Finden von Anknüpfungspunkten mit Menschen, die sich für ähnliche Inhalte interessieren. Spannagel nutzt Wikiversity, um Vorträge vor- und nachzubearbeiten, stellt Konferenzmitschriebe online und erhält damit eine Art Online-Notizbuch. Weblog und Wiki erachtet er als das digitale Rückgrat seiner inhaltlichen Arbeit (als er 2010 zeitweise aus dem Web 2.0 ausstieg, waren diese beiden Werkzeuge die einzigen, die er weiter zu nutzen gedachte).

Soziale Medien wie Twitter schließlich nutzt er, um seine Arbeiten aufmerksam zu machen und eine gewisses Maß an „Grundvernetzung“ zu erreichen. Als er Web 2.0-Werkzeuge dann in der Lehre einsetzte erhielten seine Studierenden über sein Netzwerk leichter Anbindung an eine interessierte Community.

Prof. Spannagel präsentiert sieben kritische Punkte, die bei der Verwendung von Web 2.0-Technologien in der akademischen Lehre relevant sind. Seinem Stil entsprechend orientiert es sich dabei an „sieben Todsünden“.

1. Habgier
Web 2.0-Werkzeuge sind kostenlos. Man kann haben, haben, haben und immer mehr noch haben. Man kann haben, ohne jemandem etwas wegzunehmen. Das Web 2.0 erzeugt eine Haltung des Haben-Wollens, gleichzeitig aber auch eine Bereitschaft zu Teilen. Spannagel spricht sich für eine Haltung des Teilens v.a. bei Lehrenden und in den Wissenschaften aus. Das Zurückhalten von Information lässt sich nicht Spannagels Verständnis von Wissenschaft vereinbaren.

2. Völlerei, Maßlosigkeit
Ständige Aufnahme von Information ist jederzeit möglich. Schnell vernachlässigt man das wirkliche Leben.

3. Faulheit
Mit der Prokrastination ist die Frage der Relevanz verbunden. Was ist wann bis zu welchem Maße relevant?

4. Superbia
Man vernetzt sich mit Leuten mit gleichen Interessen. Wenn dabei alle einer Meinung sind, entsteht aus dem Austausch nichts, im Web nur bebauchpinselt zu werden hilft einem nicht, sich zu entwickeln.

5. Wollust
Berufliches und Privates verschränken sich immer mehr, was Spannagel nicht unbedingt negativ bewertet. Der Auftritt im Web 2.0 bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Distanz und Nähe. In einer persönlichen Erfahrung wurde Spannagel im Netz mit einer „großen persönlichen Unehrlichkeit“ konfrontiert, die ihn noch immer beschäftigt und die der Grund für seinen zeitweisen Ausstieg war. Sounds familiar.

Alternative Deutung für Wollust: „Lust am geistigen Exhibitionismus“.

Unter’m Strich ist im Netz jeder ein kleines Licht und niemand der Nabel der Welt. Diese Perspektivierung ist nicht unwichtig.

6. Zorn, Rachsucht
Im Netz wird viel getrollt.

7. Neid
Das Netz als Spielwiese der Eitelkeiten.

Spannagels Fazit:

-          Das Netz hat ihn verändert.

-          Wer Kontrolle abzugeben bereit ist, bekommt die Chance, Dynamiken aufzunehmen.

-          Das Netz kann Selbstreflexion anregen: „Darüber muss ich mal bloggen.“ als  Synonym für „Darüber muss ich mal reflektieren.“

#altc2011: “Transforming American Education: Learning Powered by Technology” (Karen Cator)

7. September 2011, by daspi 8 comments

In her ALT-C2011 keynote “Transforming American Education: Learning Powered by Technology”, Karen Cator talked about the U.S. Department of Education’s National Education Technology Plan. Unfortunately, I missed the first ten minutes, but I’ll sum up what I got from the keynote, anyway.

Karen showed examples for an increase of engagement through social media: The “Darth Vader”-Volkswagen ad is an example for how advertising is boosted by social media. Little baby eagles in Iowa got extensive attention online for months via webcam. There was a massive amount of footage from the earthquake and tsunami tragedy in Japan that got millions of people involved all over the planet, because people where filming with their mobiles.

Four aspects of digital learning environments:

  • Mobility – 24/7 access
  • Social interactions for learning
  • Digital content (example Khan Academy, more content is produced, its quality improving)
  • BIG DATA: notion of understanding needs to change; Karen sees education as a data poor, manual practice

The transition from print to digital environments has many people wondering: do we really want our students to read their textbooks on the screen? (This question reminded me of Manfred Spitzer’s 2006 talk “Vorsicht Bildschirm! Der Einfluss von Bildschirm-Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen” which German readers might know.)

Social media allow for increased feedback loops; access to experts becomes easier which can be more engaging for learners.

Global challenge: can we create an interface that teaches people to read, interfaces that guide a reader?

Karen briefly covers the six chapters of the National Education Technology Plan:

1 Learning: is basically about reaching all learners, whatever their needs are. The important thing is to personalize education: not everybody has to do the same thing at the same time like all the others in a classroom.

2 Teaching: How can we augment human performance? How can we make sure teachers are connected? The goal should be to create an interconnected teaching profession, so that everyone has the help she needs at any given moment. In analogy with a military term Karen describes technology as a “force multiplier”.

3 Assessment: Increasing and perfecting feedback loops.  The goal is to have better data going back to students, teachers, and parents.

4 Infrastructure: The cyber-infrastructure for learning; broadband access; school to become a node of a network of learning.

5 Productivity: How can we make sure that every learner has what he needs, building competency, improving performance, how to make sure we’re leveraging the most effective methods possible?

6 R&D: Grand Challenges

Learning Technologies Ecosystem:

Basic research: cognitive research; computer science; information science; gaming; simulations & modeling; adaptive, cognitive, intelligent tutors; language translation and semantic analysis; speech recognition; interface design and accessibility. The task is to connect that research with the people that offer products and services.

“Digital Promise: The National Center for Research in Advanced Information and Digital Technologies”, new national center for focusing on learning technologies.
Goal: to create a smarter user, an intelligent demand cycle.

Implementation

Evaluation and use

-          League of innovative schools

-          Competency based learning (notion of badges that comes from the gaming world)

-          Responsible use policies

-          Evidence and scale

-          Online communities of practice

  • Information exchange and tech support
  • Emotional and social support
  • Role models
  • Stories and examples
  • Observe, share, collaborate, co-develop
  • Persistent Profile: professional profile that stays with somebody over time, not novel idea, but interesting to think about for how to power up teaching profession

-          Building a new framework, new thinking about gathering evidence.

Discussion:

Turning data into information seems to be the Holy Grail. Cator’s idea is to put big data sets online and make them transparent, of course whil protecting privacy at the same time. Health records already travel with the person. In analogy, she imagines learning data that travels with the student by electronic learning records.  I was a bit puzzled here, as the means to realize this are already there – if only e-portfolios were implemented and used on a broad basis. One of the problems she sees with today’s  data is that it is far away from the learning moment itself.

Q: “Learning for production instead of consumption”? A: Absolutely. Students may be disengaged from school but they often keep producing online. School should get them into a more powered up learning environment.

Lockstep: having every student do the same thing at the same time as everybody else. This may be easier for teachers, but it does not yield the students’ potential. We need better interfaces that guide the learners where they are instead of providing the information they consume. Therefore, we need to create more engaging and compelling assignments that focus on the solution of complex problems, if possible with interactive access to experts.

Q: What if the students don’t have access at home? A: Most important thing that needs to be solved. How do we build equity? Rural areas, poor communities… Working with FCC on broadband adoption rates; ratchet up adults literacy on this, show benefits of being connected: access to governmental and health services and having an online voice in digital communities.

In her conclusion, Karen Cator quoted Obama with a somewhat strange imagery:

“Education is both a moral obligation and an economic imperative. We are in a fight for the future – a fight that depends on education.”

I guess, if you’re American, you just can’t help but see yourself in a fight – whichever it may be.

Currently on my mind: Notable quote

"I find myself often idle, vagrant, stupid and hollow. This is somewhat appalling and if I do not discipline myself with diligent care I shall suffer severly from remorse and a sense of inferiority hereafter. All around me are the industrious and shall be great, I am indolent and shall be insignificant." (Ralph Waldo Emerson)

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